Ergebnisse Milchsäuregärung

 

Nach etwa 6 Wochen hier die Ergebnisse meiner Fermentations-Experimente verschiedener Gemüsesorten. Angesetzt hatte ich Sauerkraut, eine Gemüsemischung nach Art eines Kimchi und Lauchzwiebeln in Salzwasser.

Sauerkraut:

Der Inhalt des Glases hat sehr schnell begonnen zu gären, bei jedem Öffnen des Glases ist unter lautem Zischen Gas entwichen. Dies ist mit der Zeit immer weniger geworden, bis es schließlich nach etwa 3 Wochen gänzlich aufgehört hat, was mir bereits gezeigt hat, dass der Prozess sich dem Ende näherte. Am Ausschlaggebendsten war für mich aber der Geruch: Zunächst entwich dem Glas immer ein sehr starker Kohl Geruch, den ich nicht als eklig aber doch als unangenehm beschreiben würde. Nach etwa 4–5 Wochen hatte sich dieser Geruch komplett gewandelt, der Glasinhalt rocht nun deutlich sauer und appetitlich - wie Sauerkraut. Da ich mir nun sicher war, dass die Gärung so verlaufen war, wie sie sollte habe ich das Kraut probiert. Es schmeckte sauer, etwas salzig aber frisch und keineswegs alt oder schlecht, was man nach dem anfänglichen Geruch vielleicht erwartet hätte. Mein Sauerkraut hat etwas mehr Biss, als das im üblichen Handel erhältliche, was sicherlich daher rührt, dass ich es dicker geschnitten habe.

Gemüse nach Kimchi Art:

Das Gemüse (Kohl, Fenchel, Möhren), welches ich in einer Marinade aus Chili, Ingwer und Knoblauch eingelegt hatte hat die Gärung ebenfalls erfolgreich überstanden. Es hat sich in den 6 Wochen keine Spur von Schimmel oder ähnlichen Störfaktoren gezeigt. Auch hier war der Geruch für mich der größte Indikator für das Ende der Gärung. In den ersten Wochen entwich wie auch bei dem Sauerkraut Gas und ein extrem starker Knoblauch/Kohl Geruch, den ich nicht unbedingt als abstoßend empfunden habe, der mich aber doch daran gehindert hat, das Gemüse zwischendurch zu probieren. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich mich überwinden könnte das Gemüse am Ende zu essen. Nach etwa 6 Wochen hatte sich aber auch hier der Geruch deutlich verändert. Das Gemüse roch nun eher sauer, wie das Sauerkraut und es schmeckte, scharf ähnlich wie der eingelegte Ingwer, der zum Sushi gereicht wird.

Zwiebeln in Salzwasser:

Die Zwiebeln haben eine sehr ähnliche Entwicklung durchgemacht, von einem stark zwiebelartigen Geruch hin zu einem säuerlichen aber immer noch strengen Geruch und Geschmack. Die Farben der einzelnen Zwiebelsorten (grün/violett) haben sich teilweise im sie umgebenden Salzwasser gelöst und vermischt.

Fazit:

 

Der Geruchssinn war für mich bei diesem Experiment wie bei einigen anderen zuvor der wichtigste Sinn, der auf den ich mich am meisten verlassen habe, beziehungsweise, der meine Bereitschaft das Gemüse zu essen entschieden hat. Von Vorteil war sicherlich auch, dass sich in keinem der Gläser Schimmel gebildet hat, ich bin nicht sicher, ob ich mich dann so einfach hätte überwinden können den Inhalt zu probieren.

 

Beginn des Experiments siehe hier.

 

 


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